Bislang dringt nichts nach draußen. Hinter verschlossenen Türen basteln ein Dutzend Experten seit ein paar Wochen an Vorschlägen für die Rente. Alterssicherungskommission lautet der sehr deutsche Name für das Gremium. Die Materie ist so komplex, dass man in der Vergangenheit meist ebenso komplexe Lösungsvorschläge erfand. Vor allem im Bereich der privaten Zusatzvorsorge leider nicht immer gute. Man erinnere sich an die Riester-Rente, die letztlich die Versicherer mehr bereicherte als die Rentner. Auch bei Lebensversicherungen lief vieles falsch. Immer wieder waren jene die Dummen, die freiwillig vorsorgen. Das Gegenteil von dem, was die Politik wollte!
Dabei ginge es recht einfach. Daran werden dieser Tage wieder alle Sparer erinnert, die für einen ETF, den sie in diesem Jahr gar nicht zu Geld machen, eine steuerliche Vorabpauschale zahlen müssen. 25 Prozent werden (bei Freibeträgen) auf Gewinne fällig. Solche Regelungen stammen aus einer Zeit, in der jeder, der Aktien besaß, als wilder Spekulant verurteilt wurde. Doch längst haben viele Deutsche ihre Einstellungen zum Finanzmarkt geändert. Vor allem Jüngere sorgen hier vor.
Der Staat sollte das fördern statt bestrafen – wohlgemerkt für langjährige Sparpläne in breit gestreuten Fonds. Immerhin, erste Schritte sind getan. Mit der Frühstart-Rente bekommt jedes Kind bis zum 18. Lebensjahr zehn Euro pro Monat auf ein Depot. Der Staat hat also verstanden. Er müsste dann aber in allen Bereichen konsequent sein.