Die USA setzen die Karibikinsel unter Druck. © ROQUE/AFP
Washington/Havanna – Die USA verhandeln laut Präsident Donald Trump derzeit mit dem kommunistisch regierten Kuba über ein Abkommen. Trump zeigte sich zuversichtlich, dass eine solche Vereinbarung zustande kommen wird: „Ich glaube, wir werden einen Deal mit Kuba abschließen.“ Welche Themen darin geregelt werden sollen, erläuterte er nicht. Das Außenministerium in Kuba erklärte, man sei zu einem „respektvollen und gegenseitigen Dialog“ mit den USA bereit.
Nach der Gefangennahme des linksnationalistischen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro zu Jahresbeginn bei einem US-Militäreinsatz hatte Trump deutlich gemacht, dass er auch andere Länder im Visier hat – darunter Kuba. Ein militärisches Eingreifen sei dort aber nicht nötig, denn ohne das Öl aus Venezuela werde die kommunistische Herrschaft in Havanna ohnehin zusammenbrechen, sagte Trump damals.
Moskau kritisierte unterdessen den von der US-Regierung ausgeübten Druck auf Kuba als „inakzeptabel“. Außenminister Sergej Lawrow telefonierte nach Angaben seines Ministeriums am Wochenende mit seinem kubanischen Kollegen Bruno Rodríguez. Dabei habe Lawrow bekräftigt, dass Russland „den auf Kuba ausgeübten wirtschaftlichen Druck, darunter die Behinderung der Versorgung der Insel mit Energieressourcen“, ablehne.