Le Pen: Erneuter Ruf nach Kandidaturverbot
Paris – Im Berufungsprozess gegen die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen hat die Staatsanwaltschaft vier Jahre Haft und ein fünfjähriges Kandidaturverbot für öffentliche Ämter gefordert. Sollten die Berufungsrichter den Forderungen folgen, dürfte Le Pen bei der 2027 anstehenden Präsidentschaftswahl voraussichtlich nicht antreten. In dem Verfahren ging es um die Veruntreuung von EU-Geldern durch Scheinbeschäftigung von EU-Parlamentsassistenten, die für Le Pens Partei arbeiteten.
Trump will eine Milliarde von Harvard
Washington – US-Präsident Donald Trump legt im Streit mit der Elite-Universität Harvard nach. Seine Regierung verlange eine Milliarde Dollar Schadenersatz von der Hochschule und wolle künftig keinerlei Beziehungen mehr zu ihr unterhalten. Trump warf Harvard schweres Fehlverhalten und antisemitisches Verhalten vor. Konkrete Belege für strafbare Handlungen nannte er nicht.
USA schießen iranische Drohne ab
Washington – Die USA haben nach Pentagon-Angaben eine iranische Drohne im Arabischen Meer abgeschossen. Ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35C habe den Abschuss vorgenommen, nachdem die Drohne sich auf „aggressive“ Weise dem Flugzeugträger USS „Abraham Lincoln“ genähert habe, teilte ein Sprecher mit. Das Manöver sei zur „Selbstverteidigung“ erfolgt. Ebenfalls gestern näherten sich sechs Schiffe der iranischen Revolutionsgarden in der Straße von Hormus einem US-Öltanker. Der wurde dann zum Schutz von einem US-Kriegsschiff begleitet.
Unklarheit über Indiens Verzicht auf russisches Öl
Moskau – Nach Angaben des Kreml hat sich Indien bislang nicht zu einem Verzicht auf russisches Erdöl geäußert, den US-Präsident Donald Trump am Montag verkündet hatte. Laut Trump haben Indien und die USA sich auf ein Handelsabkommen geeinigt, das unter anderem einen Verzicht Indiens auf Erdölimporte aus Russland vorsehe. Der indische Premierminister Narendra Modi hatte das Abkommen bestätigt, das eine Senkung der Zölle auf indische Produkte auf 18 Prozent vorsieht. Zu einem möglichen Öl-Verzicht äußerte er sich allerdings nicht.
Gaddafi-Sohn Seif al-Islam getötet
Tripoli – Einer der Söhne des verstorbenen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, Seif al-Islam Gaddafi, ist tot. Der 53-Jährige sei von vier Männern in seinem Haus getötet worden, sagte ein Berater im Sender Libya al-Ahrar. „Vier Männer stürmten das Anwesen, nachdem sie die Überwachungskameras ausgeschaltet hatten. Danach richteten sie ihn hin.“ Mehreren Medien zufolge starb Seif al-Islam in der Stadt Sintan im Nordwesten Libyens.