Rekruten bei der Gefechtsausbildung © dpa
Roth – In den ersten vier Wochen des neuen Jahres hat die Bundeswehr bereits mehr als 40000 Fragebögen an potenzielle neue Soldatinnen und Soldaten verschickt. „Ja, es funktioniert und wir haben auch schon viele Fragebögen zurückgekriegt“, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in der Offizierschule der Luftwaffe in der Otto-Lilienthal-Kaserne im fränkischen Roth. Zwar könne man noch keine repräsentativen Erkenntnisse aus den Antworten ziehen, „aber es läuft, es geht voran“.
Pistorius gab sich weiterhin zuversichtlich, bis Jahresende 20000 neue Freiwillige für den Wehrdienst rekrutieren zu können: „Ich bin überzeugt, dass uns das gelingen wird. Und die Zahlen, die letzten Zahlen, stimmen optimistisch. 2025 haben wir über 25000 neue Soldatinnen und Soldaten eingestellt. Das ist ein Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr und es ist das beste Einstellungsergebnis seit zwölf Jahren, eine echte Trendumkehr“.
Zugleich müsse sich aber auch die Bundeswehr den neuen Bedingungen anpassen und die neuen Freiwilligen „ernst nehmen, sie abholen von da, wo sie kommen“. Der Umbau laufe auf Hochtouren, so Pistorius: „Kasernen, Unterkünfte, Ausbildungseinrichtungen, Infrastruktur sind eben keine Nebensache. Sie sind eine Grundvoraussetzung für eine schlagkräftige und durchhaltefähige Truppe.“