Hannover – Die Sprecherin der Betroffenen im Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nancy Janz, tritt von ihrem Amt zurück und beendet ihre Mitarbeit. Als Grund nannte sie eine hohe persönliche Belastung sowie mangelnde Wertschätzung ihrer Arbeit. „Ich habe vier Jahre lang vermittelt, Brücken gebaut. Das hat Kraft gekostet und ich bin nicht selten über persönliche Grenzen gegangen“, sagte sie dem Berliner „Tagesspiegel“. Die Arbeit der Betroffenenvertretung sei immer wieder infrage gestellt worden. Zudem habe sie den Eindruck, dass Betroffene teilweise als „Alibi“ genutzt würden, statt sie ernsthaft einzubinden.
Die EKD bedauerte den Rückzug. Der Co-Sprecher der Betroffenen, Detlev Zander, lässt seit September sein Amt ruhen. Grund: Unterschiedliche Auffassungen über den Fortgang der Aufarbeitung.