Landtags-CSU tagt in Münchner Synagoge

von Redaktion

München – Die Landtags-CSU stellt sich symbolisch hinter jüdische Menschen in Bayern und hielt am Mittwoch ihre Fraktionssitzung in der Münchner Hauptsynagoge ab. „Antisemitismus – ob von rechts, von links oder islamistisch motiviert – hat in unserem Land keinen Platz“, betonte Fraktionschef Klaus Holetschek. Es habe „großen Mut und Vertrauen gebraucht“ nach den Schrecken der Schoah wieder Orte und Räume für jüdisches Leben in Deutschland zu schaffen.

Daran anknüpfend betonte Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde: „Jüdische Menschen haben in Bayern ihre Heimat gefunden. Das war niemals selbstverständlich und ist doch Realität geworden.“ Doch: „Das Sicherheitsgefühl vieler Gemeindemitglieder nimmt seit Jahren ab, die Sorgen vor verbalen und tätlichen Übergriffen nehmen zu“, sagte Knobloch. „Der Judenhass, der sich am und nach dem 7. Oktober 2023 Bahn gebrochen hat, bleibt auch bei uns deutlich zu spüren“, sagte sie mit Blick auf Geschehnisse nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel.

Bereits bei ihrer Fraktionsklausur im oberfränkischen Kloster Banz im Januar hatte die Landtags-CSU sich für ein härteres Vorgehen gegen radikalislamistische Strukturen ausgesprochen und dabei unter anderem von muslimischen Gemeinden eine „noch klarere Distanzierung“ von Antisemitismus gefordert. HOR

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