Britische Medien zählen Starmer an

von Redaktion

Epstein-Skandal: Premierminister entschuldigt sich für Personalie

London – Die Verbindung von Parteiveteran Peter Mandelson zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein stürzt den britischen Premier Keir Starmer in eine Regierungskrise. Die linksliberale Zeitung „The Guardian“ zitierte Abgeordnete aus Starmers Labour-Partei mit der Aussage, dass die Tage des Premiers gezählt seien. Die BBC kommentierte: „Starmer kann sich solche Tage nicht mehr leisten.“

Der Premier bekräftigte, dass niemand das Ausmaß der Beziehung zwischen Mandelson und Epstein gekannt habe. Er beschuldigte Mandelson der Lüge. „Es tut mir leid“, sagte Starmer in Hastings. Einen Rücktritt scheint er nicht in Betracht zu ziehen. „Ich wurde 2024 mit dem Auftrag gewählt, das Land zum Besseren zu verändern“, sagte Starmer, und „genau das habe ich vor“.

Was war passiert? Die jüngsten Epstein-Akten hatten aufs Neue eine enge Freundschaft zwischen dem früheren Wirtschaftsminister Mandelson und Epstein belegt. Schlimmer noch: E-Mail-Verläufe zeigen, dass Mandelson während der Finanzkrise sensible Informationen an den US-Investor weitergegeben hat. Inzwischen ermittelt die Polizei.

Im Februar 2025 war der frühere EU-Kommissar von Starmer zum Botschafter in den USA berufen worden. Damals galt der 72-Jährige, der wegen seines Machtstrebens den Spitznamen „Prince of Darkness“ hat, als taktisch kluge Wahl, um britische Interessen bei Donald Trump durchzusetzen. Die entscheidende Frage ist nun, wie viele Details aus der Epstein-Verbindung in Starmers Team bekannt waren.

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