Berlin – Der Großteil der von Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu Beginn der Corona-Pandemie bestellten Schutzmasken ist wohl mittlerweile ungenutzt verbrannt worden. Wie der „Spiegel“ berichtet, landeten bisher rund drei Milliarden der bestellten 5,8 Milliarden Masken in Müllverbrennungsanlagen, was Kosten von acht Millionen Euro verursachte. Das Magazin berief sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage und auf eigene Anfragen.
Bis Ende dieses Jahres sollen noch 85 Millionen weitere Masken hinzukommen, weil deren Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft. Demnach wurden von den vom Bund bestellten Masken bisher erst 2,12 Milliarden verteilt. Beim Rest der nicht verbrannten und nicht verteilten Masken handle es sich zu einem wesentlichen Teil – 360 Millionen Stück – um „Masken, die Gegenstand laufender Verfahren sind“. Diese sollen aus Gründen der Beweissicherung aufbewahrt werden, solange mit dutzenden Maskenhändlern Prozesse um ausstehende Zahlungen des Bundes laufen. Auch davon könnte anschließend ein Großteil verbrannt werden. Mitte Dezember hatte Spahn sein Vorgehen bei der Maskenbeschaffung erneut verteidigt. AFP