Erste Annäherung im Oman

von Redaktion

Teheran und Washington werden Atomgespräche fortsetzen

Keine direkten Gespräche: Irans Außenminister Abbas Araghtschi (li.) nur mit dem omanischen Gastgeber.

Maskat – Der Iran und die USA haben ihre Atomgespräche im Oman abgeschlossen und eine Fortsetzung der Verhandlungen angekündigt. „In einer sehr angenehmen Atmosphäre haben wir Argumente ausgetauscht und die Perspektiven mit jeweils der anderen Seite geteilt“, sagte Irans Außenminister Abbas Araghtschi am Freitag im Staatsfernsehen seines Landes. Beide Seiten hätten sich darauf geeinigt, die Gespräche fortzusetzen.

Allerdings: Bei den Treffen in der omanischen Hauptstadt Maskat hatten die Delegationen der verfeindeten Staaten nicht direkt miteinander konferiert, sondern über Vermittler des Oman. Über die Bedingungen und den Zeitpunkt weiterer Gespräche werde jedoch erst später entschieden, fügte Araghtschi hinzu.

Verhandlungsleiter des Iran war Araghtschi, die US-Delegation wurde vom Sondergesandten Steve Witkoff angeführt. Auch der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, war Teil der US-Delegation. Die Gespräche fanden etwa einen Monat nach der gewaltsamen Niederschlagung der jüngsten Protestwelle im Iran mit tausenden getöteten Demonstranten statt. Seitdem hatte Trump den Druck auf Teheran massiv erhöht. Er drohte mit einer Militärintervention und schickte den Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ in den Persischen Golf. Die militärische Option liege weiterhin auf dem Tisch, hieß es.

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