Washington – Nach dem Ende des letzten großen nuklearen Abrüstungsvertrags zwischen Russland und den Vereinigten Staaten hat US-Außenminister Marco Rubio einer Neuauflage eine Absage erteilt. „New Start erfüllt seinen Zweck nicht mehr“, sagte er. Stattdessen pocht er auf ein Abkommen, das China einbezieht: Es brauche in einer „neuen Ära einen neuen Ansatz“. Ein neuer Vertrag müsse nicht nur Russland, sondern auch China als zweite gegnerische Atomgroßmacht involvieren. Auch US-Präsident Donald Trump hatte sich dafür ausgesprochen.
Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew warf Rubio daraufhin Unehrlichkeit vor. Wenn die USA die Einbeziehung des chinesischen Atompotenzials erreichen wollten, was sei dann mit den Atomwaffen Großbritanniens und Frankreichs, fragte er. „Washingtons Statement bedeutet eins: Es wird nie einen Vertrag unter diesen Bedingungen geben“, verbreitete der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats in Moskau immer noch einflussreiche Politiker.
Der bisherige Vertrag New Start, 2010 zwischen den USA und Russland geschlossen, lief am Donnerstag offiziell aus. Das Abkommen begrenzte die Zahl der strategischen Nuklearsprengköpfe auf je 1550 Stück.