Der Ökomarkt für Lebensmittel boomt. Ein Wachstum von fast zehn Prozent in einem Jahr – davon können andere Branchen nur träumen. Doch kann der Bedarf nicht aus eigener Produktion gedeckt werden: Möhren und Zwiebeln müssen importiert werden. Auch bei Milch, Butter und Fleisch wird Bio-Ware aus dem Ausland nach Deutschland eingeführt.
Die Nachfrage ist da: Es könnten durchaus mehr Landwirte auf ökologische Bewirtschaftung umsteigen. Doch es fehlt den Bäuerinnen und Bauern die Planungssicherheit. Wie läuft die Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik in Europa, der GAP, ab dem Jahr 2028? Lohnt sich nun ein Umstieg, der erst einmal höheren Aufwand erfordert, bevor mögliche bessere Preise erzielt werden können?
Ob Bauern, Agrarminister, Wissenschaftler oder EU-Verantwortliche: Alle appellieren seit Jahren immer wieder an die Verbraucher. Wenn der Kauf von Bio-Ware vor allem aus der Region boomt, dann könnte das ein nachhaltiger Energie-Booster für die heimische Landwirtschaft sein. Eine echte Win-Win-Win-Situation: für die Verbraucher, die Landwirte und die Umwelt.CLAUDIA.MOELLERS@OVB.NET