München – Kurz vor dem Siko-Start will die CSU mit ihrem „Transatlantischen Forum“ die angeknacksten Verbindungen zwischen Europa und den USA stärken. Am Freitagvormittag holt Parteichef Markus Söder dazu EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Nato-Generalsekretär Mark Rutte und Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf ein Podium. „Das ist der starke Auftakt und das Warm-up für die MSC“, sagte Söder unserer Zeitung. Noch nie sei das Transatlantische Forum so gut besetzt gewesen wie heuer.
Der teils offene Bruch zwischen der Trump-Regierung und Europa belastet seit Monaten den Westen. Auch in der Bevölkerung wächst das Misstrauen. In einer Befragung durch das Allensbach-Institut im Auftrag des „Centrums für Strategie und Höhere Führung“ gaben fast zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) an, die größte Gefahr für den Weltfrieden gehe von den USA aus. Ein Jahr zuvor lag der Wert noch bei 46 Prozent, zwei Jahre zuvor bei 24. Russland halten 81 Prozent für eine Gefahr.
Söder rät seit Wochen dazu, die transatlantischen Beziehungen zu stärken. „Bayern bekennt sich auch weiter zur Partnerschaft mit den USA. Klarheit und Besonnenheit sind der transatlantische Mix“, sagt der CSU-Chef jetzt. „Wir sind keine Untergebenen, aber trotzdem geht es ohne die USA nicht.“ Unter anderem US-Außenminister Rubio wird am Freitag zur Sicherheitskonferenz in München erwartet.CD