Bei Schulden entzweit: Emmanuel Macron (l.) mit Friedrich Merz. © AFP
Bilzen-Hoeselt – Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat sich offen für gemeinsame europäische Schulden gezeigt. „Persönlich bin ich dafür“, sagte die Politikerin vor dem EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs zur Wettbewerbsfähigkeit in Belgien. Das Thema der Eurobonds sei jedoch eine der am stärksten spaltenden Debatten unter ihren europäischen Kollegen, so Meloni.
Tatsächlich treibt das Thema die Staatschefs um. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte zuletzt erneut gemeinsame europäische Schulden für mehr Investitionen gefordert. Deutschland lehnte das ab. Beim gestrigen Gipfel versuchten Macron und Kanzler Friedrich Merz allerdings, ein Bild der Geschlossenheit zu vermitteln.
Auch Bundesbankchef Joachim Nagel zeigt sich offen für gemeinsame europäische Schulden – unter bestimmten Voraussetzungen. Ein europäisches Vermögen dürfe nur bestimmte Zwecke unterstützen und müsse von den EU-Behörden und den Mitgliedstaaten streng kontrolliert werden.