Opfer eines schmutzigen Wahlkampfs? Péter Magyar.
Der ungarische Wahlkampf, bei dem Premier Viktor Orbán eine Niederlage fürchten muss, wird immer schmutziger: Oppositionsführer Péter Magyar hat öffentlich gemacht, dass er seit Längerem mit der Veröffentlichung eines Sexvideos bedroht werde. Der Vorsitzende der Tisza-Partei erklärte, dass eine Kampagne nach russischem Vorbild gegen ihn gestartet werden soll. Er erstattete Anzeige. „Ich vermute, dass sie vorhaben, eine mit Geheimdienstmitteln aufgenommene und möglicherweise gefälschte Aufnahme zu veröffentlichen, auf der meine damalige Freundin und ich beim Intimverkehr zu sehen sind.“
„In jener Nacht war mir nicht bewusst, dass ich mich in einer Geheimdienstoperation befand, also ließ ich mich verführen“, sagte Magyar. „Später wurde mir jedoch klar, dass ich in eine typische russische Kompromittierungssituation geraten war.“ Er betonte: „Ja, ich bin ein 45-jähriger Mann und habe ein Sexualleben. Mit einer erwachsenen Partnerin.“ Er werde sich keiner Erpressung beugen: „Fälscht nach Belieben, ich werde mich weder erpressen noch einschüchtern lassen.“ In den Umfragen liegt Magyar derzeit vor Orbán.