Nawalny wurde mit Pfeilgift getötet

von Redaktion

Nawalnys Ehefrau Julia Nawalnaja am Wochenende bei der Siko in München. © dpa

München – Vor zwei Jahren kam zu Beginn der Siko die Schock-Nachricht, dass Putins Erzfeind Alexej Nawalny in russischer Haft gestorben sei. Jetzt weiß man: Der Tod pünktlich zum Treffen der Russland-Gegner in München war kein Zufall. Nawalny wurde vergiftet!

Bei Untersuchungen von Gewebeproben von Nawalnys Körper seien eindeutig Giftspuren nachgewiesen worden, erklärten am Samstag Deutschland, Großbritannien, Schweden, Frankreich und die Niederlande. Russland habe erneut seine „hässliche Fratze“ gezeigt, sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU).

Es stehe fest, „dass Alexej Nawalny mit einem tödlichen Toxin vergiftet wurde“, hieß es in einer am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) veröffentlichten gemeinsamen Erklärung, der sich die USA nicht angeschlossen haben. Im Zuge von Analysen der Gewebeproben von Nawalnys Körper seien eindeutig Spuren von Epibatidin festgestellt worden. Epibatidin ist ein Gift, das in südamerikanischen Pfeilgiftfröschen vorkommt. In Russland ist das Gift in der Natur nicht vorhanden. Nach britischen Angaben kann es auch synthetisch hergestellt werden.

Es sei davon auszugehen, „dass das ein staatlich begangener Mord an Nawalny gewesen ist“, sagte Wadephul. Nawalnys Witwe Julia Nawalnaja sagte, schon vor zwei Jahren sei sie sich sicher gewesen, dass ihr Mann durch Putin ermordet worden sei. „Aber jetzt haben wir noch einen direkten Beweis dafür. Und ich hoffe sehr, dass er irgendwann auf der Anklagebank landet und sich für alles, was er getan hat, verantworten muss“, sagte sie auf der Münchner Siko.

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