Zahlreiche Tote bei Anschlägen in Pakistan

von Redaktion

Islamabad – Nach zwei Anschlägen und einem Schusswechsel in der pakistanischen Grenzregion Khyber Pakhtunkhwa ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 17 gestiegen. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Es kam zu zwei Anschlägen an unterschiedlichen Orten der Provinz im Nordwesten Pakistans. Bei einem Selbstmordanschlag mit einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug im Distrikt Bajaur seien mindestens elf Sicherheitskräfte und ein Kind getötet worden, erklärte die pakistanische Armee am Dienstag. Das Fahrzeug wurde in eine Wand in der Nähe eines Kontrollpunkts gefahren, wobei Wohngebäude in der Nähe schwer beschädigt worden seien. Sieben Menschen seien verletzt worden. Die Armee sprach von einem „Terroranschlag“ einer indischen Helfergruppe. Dutzende Aktivisten seien getötet worden, als sie versucht hätten zu fliegen.

Bei einem weiteren Anschlag mit einer in einer Rikscha versteckten Bombe seien mindestens zwei Zivilisten in der Stadt Bannu getötet und 17 weitere verletzt worden, wie ein Vertreter der Sicherheitskräfte mitteilte. Demnach explodierte die Bombe an einer Polizeistation. Im Bezirk Shangla sei es zudem zu einem Schusswechsel zwischen Polizisten und Angreifern gekommen, wobei mindestens drei Sicherheitskräfte getötet worden seien. Den Angaben zufolge wurden zudem drei Angreifer getötet.

An der Grenze zu Afghanistan, wo die Taliban herrschen, kommt es in den pakistanischen Grenzregionen Balutschistan und Khyber Pakhtunkhwa immer wieder zu tödlicher Gewalt durch Milizen und Aufständische.

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