KOMMENTAR

Die Bahn muss bei Sanierung umdenken

von Redaktion

Bauarbeiten auf Hauptstrecken

Dass die Bahn ihre Strecken saniert, ist wichtig. Doch das Konzept der sogenannten Korridorsanierungen sollte der Konzern dringend überdenken. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Bahn beim ersten Korridor ihren straffen Terminplan reißt. Schon bei der dritten von insgesamt 40 Großbaustellen (Hamburg–Berlin) ist es passiert – wobei es irritiert, dass die Bahn nun nicht mal sagen kann, wie viele Wochen länger es dauern wird. Verständlicherweise prasselt auf Bahnchefin Evelyn Palla die geballte Kritik der gesamten Branche nieder. Ja mehr noch, gleich fünf Regierungschefs von Bundesländern und Stadtstaaten schreiben einen äußerst unfreundlichen Brief. Eigentlich müsste er statt an Palla an Infrastrukturvorstand Philipp Nagl adressiert sein, dem eigentlichen Erfinder dieser Brachialsanierungen.

Die Lehre kann nur heißen: Die Terminpläne müssen überarbeitet werden. Und überall dort, wo es keine direkten Ausweichmöglichkeiten und Umleiterstrecken gibt (wie auf der Strecke München–Salzburg), sollten auch eingleisige Sperrungen und Sanierungen „unter dem rollenden Rad“ möglich sein. DIRK.WALTER@OVB.NET

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