Nato-Manöver an der deutschen Ostseeküste

von Redaktion

Putlos – Rund 3000 Nato-Soldaten haben unter dem Kommando des deutschen Generals Ingo Gerhartz die Landung an der deutschen Ostseeküste geübt. Kräfte des spanischen und türkischen Militärs absolvierten am Truppenübungsplatz Putlos rund 50 Kilometer östlich von Kiel und im Meer davor eine amphibische Landeübung, bei der rund 250 Soldaten an Land gingen.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) beobachtete die Übung. Im Anschluss sagte er, die Übung habe gezeigt, dass die Nato „geschlossen“ und „einsatzbereit“ sei. „Gerade in der Ostsee hat sich die Sicherheitslage dramatisch verschärft“, fügte er an. „Russland bedroht uns hybrid.“

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, sprach von einer „realen Bedrohung“, der sich Deutschland und seine Nato-Partner stellen müssten. „Russland richtet seine Streitkräfte weiter nach Westen aus“, sagte er.

Bei der Übung kamen nach Nato-Angaben insgesamt 15 Schiffe zum Einsatz. Zunächst überflogen zwei Eurofighter-Kampfjets der Bundeswehr den Strandabschnitt bei Putlos. Dann gingen dort fünf spanische Kampftaucher an Land und schließlich fuhren acht amphibische Kettenfahrzeuge vom Typ „Zaha“ der türkischen Marine aus dem Meer ins Küstengebiet. Unterstützt wurden sie dabei von Kampfhubschraubern, aus denen sich schließlich spanische Spezialkräfte abseilten.

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