Kommission: Rundfunkbeitrag soll um 28 Cent steigen

von Redaktion

Berlin – Der Rundfunkbeitrag in Deutschland soll nach einer Empfehlung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ab 2027 um 28 Cent auf 18,64 Euro pro Monat steigen. Die am Freitag in Berlin veröffentlichte Empfehlung für den künftigen Rundfunkbeitrag fällt damit geringer aus als ursprünglich geplant. Aktuell beträgt der Rundfunkbeitrag 18,36 Euro pro Monat.

Er sollte schon Anfang 2025 erhöht werden. Die KEF hatte 2024 ursprünglich eine Anhebung der Gebühr um 58 Cent auf monatlich 18,94 Euro vorgeschlagen. Dazu kam es aber nicht. Nicht alle Bundesländer stimmten der empfohlenen Erhöhung zu. ARD und ZDF wandten sich darum mit einer Verfassungsbeschwerde an das Bundesverfassungsgericht, das noch nicht darüber entschied. Die letzte Beitragserhöhung war 2021 von Karlsruhe durchgesetzt worden.

Der Rundfunkbeitrag bleibt damit auch 2026 weiterhin bei 18,36 Euro. Die aktuelle Empfehlung der KEF gilt für die Jahre 2027 und 2028. Damit würde der monatliche Beitrag „um 30 Cent“ niedriger ausfallen als ursprünglich vorgesehen, erklärte der Kommissionsvorsitzende Martin Detzel.

Das Votum für eine nun abgemilderte Anhebung begründete die KEF mit Mehreinnahmen, auch durch eine höhere Zahl von Haushalten, die Beiträge zahlen müssen. Zudem hätten die Anstalten mehr Eigenmittel aufgrund verschobener Investitionen zur Verfügung und weniger ausgegeben.

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