Weitere Vorwürfe gegen AfD-Funktionäre

von Redaktion

Berlin/Hannover – Nach Vorwürfen der Vetternwirtschaft in Sachsen-Anhalt beschäftigen den AfD-Bundesvorstand nun gravierende Anschuldigungen gegen mehrere Funktionäre des niedersächsischen Landesverbandes. Dabei geht es im Kern um den von einer AfD-Europaabgeordneten vorgebrachten Vorwurf, wer sich um ein Bundestagsmandat bewerben wolle, werde gedrängt, Einfluss auf einen Teil der ihm zustehenden Mitarbeiterposten zu gewähren.

Diese Posten würden dann durch den Landesvorstand mit Gefolgsleuten besetzt, wodurch ein Netzwerk von Abhängigkeiten entstehe und Mitarbeiter von Abgeordneten, die eigentlich diesem zuarbeiten sollten, für Parteiarbeit herangezogen werden könnten. Diese Vorwürfe finden sich unter anderem in einem Brief der Europaabgeordneten Anja Arndt.

Der Landesvorstand widerspricht „allen erhobenen Anschuldigungen“.

Bei der AfD in Nordrhein-Westfalen steht derweil eine Scheinbeschäftigung einer 85-Jährigen bei dem AfD-Abgeordneten Klaus Esser im Raum. Die Seniorin ist die Ehefrau eines anderen AfD-Mitglieds. Der Landtag stoppte die Zahlungen.

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