Washington – Nach monatelangem Streit um Grönland sowie zeitweiliger Androhung von Gewalt hat US-Präsident Donald Trump die Entsendung eines Lazarettschiffs vor die zu Dänemark gehörende Insel angekündigt. Das „großartige Lazarettschiff“ solle sich um die „vielen Menschen kümmern, die krank sind und dort keine Versorgung erhalten“, erklärte Trump am Samstag. Die dänische Regierung äußerte sich ablehnend und betonte, die Grönländer bräuchten keine medizinische Hilfe. Grönland verfügt über fünf Krankenhäuser.
Angaben dazu, welche angeblich kranken Menschen er meinte, machte der US-Präsident nicht. „Es ist auf dem Weg!!!“, schrieb Trump, flankiert von einem Bild des Lazarettschiffs „USNS Mercy“.
„Die Bevölkerung von Grönland erhält die Gesundheitsversorgung, die sie braucht“, sagte der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen dagegen am Sonntag. Die medizinische Versorgung finde entweder in Grönland selbst oder durch Spezialisten in Dänemark statt, es bestehe keinerlei Bedarf für medizinische Hilfe durch andere Staaten. Über eine zu erwartende Ankunft eines Lazarettschiffs lägen ihm keine Informationen vor. „Trump twittert ständig über Grönland“, sagte der Minister. „Das ist offensichtlich ein Ausdruck der neuen Normalität, die in der internationalen Politik Einzug hält.“