Rita Süssmuth mit Trauerstaatsakt geehrt

von Redaktion

Gedenken: Auch die Alt-Kanzler Olaf Scholz und Angela Merkel kamen. © dpa

Berlin – „Menschenfreundin, Möglichmacherin, Demokratin mit Herz und Verstand“: Mit großen Worten der Würdigung hat die Staatsspitze am Dienstag bei einem Trauerstaatsakt im Bundestag Abschied von der früheren Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth genommen. Nachfolgerin Julia Klöckner und Bundeskanzler Friedrich Merz erinnerten an den Einsatz der CDU-Politikerin für Frauen, Gleichberechtigung und ein faires Miteinander. Süssmuth war am 1. Februar mit 88 Jahren gestorben.

„Rita Süssmuth war eine Politikerin, die gesellschaftliche Fragen früher erkannte, als andere es taten“, sagte Klöckner. Sie erinnerte an eine „Frau in einer männergeprägten Politikwelt“, die weder Tabus noch Gegenwind gescheut habe. Wer sie „unbequem nannte, der machte ihr vielleicht ungewollt ein Kompliment“.

Süssmuth ist erst die dritte Frau in der Geschichte der Bundesrepublik, die mit einem Trauerstaatsakt geehrt wird. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte den Staatsakt angeordnet.

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