München – Burger statt Bierzelt: AfD-Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner reist kurz vor den anstehenden Kommunalwahlen in die USA – und löst damit Diskussionen in der Partei aus. Wie Fraktionsmitglieder unserer Zeitung bestätigten, wollen die Niederbayerin und weitere Abgeordnete Mitte nächster Woche in Washington am Gipfel einer Trump-nahen Organisation teilnehmen. Zuerst hatte die „SZ“ berichtet.
Die Einladung ging demnach von der Organisation „Turning Point USA“ des im September 2025 ermordeten rechten Aktivisten Charlie Kirk aus. Begleitet wird Ebner-Steiner unter anderem von Fraktionsvize Richard Graupner und dem Münchner OB-Kandidaten Markus Walbrunn. Auch Außenpolitiker Markus Frohnmaier ist dabei. Der Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg hat gute Verbindungen ins Trump-Lager. Ziel der Reise sei es, „verlässliche Gesprächskanäle zu knüpfen“, sagte Ebner-Steiner der „SZ“.
Nur wofür? Das fragt man sich auch in der Bayern-AfD. Manche vermuten andere Motive: Die Niederbayerin, heißt es aus Parteikreisen, habe vor allem ihre Wiederwahl als Fraktionschefin im Frühjahr im Blick. Derzeit habe sie keine Mehrheit hinter sich, imposante Bilder aus den USA seien da womöglich hilfreich. Ärgerlich sei der Zeitpunkt: Ebner-Steinber, die selbst auf Listenplatz eins für den Kreistag Deggendorf steht, falle so im Kommunalwahl-Endspurt aus.MMÄ