KOMMENTAR

Das Eigenlob verhallt bei vielen Wählern

von Redaktion

Trumps Rede vor dem US-Kongress

Wie erwartet inszeniert sich Donald Trump bei seiner Rede vor dem US-Kongress als der große Macher, den er versprochen hatte. Vom Wirtschafts-Retter zum Grenzschützer und Anti-Drogen-Kämpfer. Dabei triefen seine Ausführungen vor gewohnter Übertreibung. Und die kommen bei der Bevölkerung längst nicht mehr so gut an. 55 Prozent der Amerikaner finden, dass der US-Präsident das Land zum Schlechteren verändert, nur 37 Prozent empfinden es als eine Veränderung zum Besseren. Ganze 57 Prozent bewerten den Zustand der Nation als nicht sehr stark oder überhaupt nicht stark.

Hinzu kommt, dass Trump zuletzt einen Teil seiner treuesten Fans vergrault hat. Die zögerliche Herausgabe der Epstein-Akten verärgert die Maga-Meute. Das radikale Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE sorgte bei den Latinos – einer wichtigen Wählergruppe – für eine Halbierung der Zustimmungswerte.

Für die Demokraten könnte sich gerade eine Chance auftun, die drehende Stimmung für sich zu nutzen. Doch dafür braucht es mehr als zwei aufmüpfige US-Demokraten, die bei einer Trump-Rede kleine Protestschildchen hochhalten.LEONIE.HUDELMAIER@OVB.NET

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