Genf – In Kolumbien hält die Gewalt gegen Menschenrechtsverteidiger an. 2025 seien mindestens 99 Aktivisten aufgrund ihres Engagements getötet worden, hieß es im Jahresbericht des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte. Insgesamt habe man Meldungen zu 207 Morden erhalten. 99 hätten bestätigt werden können, in 39 Fällen sei das Motiv nicht das Engagement des Opfers gewesen und zu 69 Getöteten seien die Untersuchungen entweder nicht abgeschlossen oder die Vorwürfe hätten sich nicht bestätigt.
Trotz des Friedensprozesses hätten die Angriffe auf Zivilisten teilweise sogar zugenommen. So liege die Zahl der rekrutierten Minderjährigen durch bewaffnete Gruppen auf einem Höchststand. Die Fälle von 150 Kindersoldaten hätten für 2025 verifiziert werden können, doch das sei nur ein Bruchteil der tatsächlich verschleppten Jungen und Mädchen.