Russland will weiter mit USA verhandeln

von Redaktion

Der Hafen von Noworossijsk ist für Russland von strategischer Bedeutung. © dpa

Moskau – Moskau bleibt nach Kremlangaben ungeachtet seiner Kritik an den US-Angriffen auf den Iran offen für eine Vermittlerrolle Washingtons im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. „Wir schätzen weiterhin die Vermittlungsbemühungen der Vereinigten Staaten sehr, vertrauen aber in erster Linie nur uns selbst“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Russland werde sich auch weiterhin ausschließlich von seinen eigenen Interessen leiten lassen, sagte er.

In der russischen Hafenstadt und Flottenbasis Noworossijsk wurden derweil fünf Menschen bei ukrainischen Drohnenangriffen verletzt. Acht Wohnblocks und neun private Wohnhäuser seien bei der Attacke beschädigt worden, teilte der Gouverneur von Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, mit. Die Behörden riefen in Noworossijsk den Notstand aus.

Zugleich berichtete das unabhängige Portal „Astra“ von einem Brand im Ölterminal Schechsaris im Süden von Noworossijsk. Dieser sei mutmaßlich durch die Drohnenangriffe hervorgerufen worden, hieß es. Später bestätigten die Behörden den Brand. Das Feuer sei auf einer Fläche von 120 Quadratmetern lokalisiert worden, die Löscharbeiten hielten an.

Schechsaris gilt als für Russland strategisch wichtiger Terminal zur Aufnahme, Lagerung und Verschiffung von Öl und Ölprodukten. Er spielt eine wichtige Rolle beim Ölexport über das Schwarze Meer. Ukrainische Drohnen haben Schechsaris bereits im November 2025 bei einem Angriff auf eine Militärbasis in Hafennähe beschädigt.

Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete den Abschuss von 172 Drohnen in der Nacht. 67 davon seien über dem Schwarzen Meer, 66 über dem südrussischen Gebiet Krasnodar liquidiert worden.

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