Fotos, die der Iran veröffentlichte, sollen Gräber für die Opfer zeigen. © AFP
Genf – Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im iranischen Minab mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln.
Bei dem Angriff im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben am Samstagmorgen mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt. Sie wollten die Berichte ebenso wie die Amerikaner prüfen. Das internationale Völkerrecht schreibt bei Kriegshandlungen drei verbindliche Prinzipien vor: Unterscheidungsprinzip, Notwendigkeitsprinzip und Verhältnismäßigkeitsprinzip. Angriffe, die diese Prinzipien nicht erfüllen, könnten Kriegsverbrechen sein, sagte die Sprecherin des UN-Menschenrechtsbüros. Dem Büro lägen aber noch nicht genügend Angaben vor, um dies zu beurteilen.