KOMMENTAR

Sicherheit geht mit Sauberkeit los

von Redaktion

Münchner Innenstadt

Sind wir hier noch in München – oder schon in Berlin? Nur ein paar Meter entfernt von der Fußgängerzone muss man als Passant zeitweise im Slalom zwischen Rattenfallen und Kothaufen gehen, wenn man sauber und stolperfrei unterwegs sein will. Hier, wo früher ein italienisches Restaurant seine Gäste bewirtete, fühlen sich jetzt Obdachlose wohl.

Klar: Man kann das ignorieren. Man kann sagen: Dadurch wird kein Passant ernsthaft gefährdet. Aber Obacht: Das ist falsch! Wenn ein Wirt aus der Nachbarschaft darüber nachdenkt, seine Öffnungszeiten einzuschränken, weil sich seine Gäste ungut fühlen, ist das ein Alarmsignal.

Dann zeigt das: Es reicht nicht, wenn sich offizielle Stellen darauf berufen, dass es Toiletten in der Gegend gibt. Dass Polizei und Security oft vorbeischauen. Solche Hinweise kann man im besten Fall nur noch als Satire verstehen, wenn doch die Wirklichkeit zeigt: Hier liegt was im Argen.

Schließlich lehrt die Welt auch: Mit der Unsauberkeit beginnt die Verelendung – und damit leidet dann auch die Sicherheit. Deshalb ist es wichtig, dass wir das Thema ernst nehmen. Jetzt gleich.ULRICH.HEICHELE@OVB.NET

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