HÖHEPUNKTEDES SINGSPIELS

von Redaktion

Oberbürgermeister Dieter Reiter kommt als Bettelmönch gekleidet mit Klingelbeutel auf die Bühne.

Reiter: Bitte um eine Spende. Für eine arme Stadt. Mein verarmtes München. Ah, das ist ja der Söder. Sie kommen mir ja gerade recht.

Söder: Ah, der Oberbürgermeister Reiter. Verkleidet als armer Bettelmönch.

Kaniber: Wollen Sie am Sonntag aus Mitleid gewählt werden?

Reiter: Nein. Bayern schuldet München noch einen Haufen Geld. Ich sage nur: Stammstrecke, Kita-Förderung und Sozialkosten. Gerne auch noch die von ihm da (deutet auf Söder) versprochenen zigtausend Wohnungen.

Söder: Ist Ihnen eigentlich schon mal aufgefallen, wie oft Sie vom Geld reden?

Kaniber: Das ist ja schon fast ein Fetisch. Wie bei dir mit der Wurst.

Reiter möchte von der Bühne gehen, doch Innenminister Alexander Dobrindt stellt sich ihm mit einer großen Axt in den Weg. Der „Sheriff von Peißenberg“ führt eine Personenkontrolle durch.

Dobrindt: Es geht hier um die Einschätzung, ob in Ihrem Fall zuvor schon in einem Drittland Asyl beantragt wurde …

Reiter: Asyl? Herr Dobrindt, san Sie scho der Sklave von Ihrer Abschiebequote? Schaun’S mi doch o! Ich bin Münchner.

Dobrindt: Ihr Teint lässt Rückschlüsse zu auf ein nordafrikanisches Herkunftsland …

Reiter: Das ist Bräunungscreme.

Dobrindt: Das macht es nicht weniger verdächtig …

Reiter: Ich kann halt grad nicht so ausschauen wie in echt. Ich bin im Wahlkampf.

Markus Söder verhöhnt Katharina Schulze, die am Schandpfahl steht. Doch dann wird der Ton – zum Erschrecken von Hubert Aiwanger – vertrauter.

Söder: Frau Schulze, wenn Sie so weitermachen, dürfen Sie eines Tages vielleicht Markus zu mir sagen.

Aiwanger: Hä, Markus, flirtest du mit der?

Schulze: Warum nicht?

Söder: Von Ihrer Seite aus versteh‘ ich das Interesse schon.

Michaela Kaniber weint, weil Söder ihre Würste nicht mehr essen will. Schulze kommt, um sie zu trösten.

Schulze: Ach. Die Michaela. Endlich die Gelegenheit, dass sich in dieser Saga mal zwei Frauen unterhalten.

Kaniber: Der Markus … der Markus … der Markus …

Schulze: Nein, wir unterhalten uns jetzt nicht über Männer.

Kaniber: Nicht? Ich glaube, in meiner Partei darf man das gar nicht.

Aiwanger gibt dem Politiker-Ensemble Tipps für die Drachenjagd. Dabei bringt er sich jedoch in Schwierigkeiten.

Aiwanger: Kleiner Tipp vom Waidmann: Am besten erledigt man so ein Raubtier beim Fressen. Da bräuchten Sie halt als Drachenfutter irgend so ein Opfer.

Alle außer Söder und Aiwanger: Ein Opfer?

Aiwanger: Da nimmt man einfach den, der am entbehrlichsten ist.

Alle schauen Aiwanger an. Spahn und Dobrindt packen ihn.

Aiwanger: Ich glaube, ich muss manchmal besser aufpassen, was ich so sage.

Merz stimmt die anderen Politiker auf den Kampf ein.

Merz: Folgt mir, ich bin Karnevalist!

Dobrindt, Spahn, Bas: Waidmannsheil!

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