Platz 4 bei Migration

von Redaktion

Dobrindt: Nicht mehr Haupt-Zielland

München – In der Debatte um die deutsche Asylwende sieht Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) einen deutlich größeren Rückgang der Zahlen als bisher bekannt. Deutschland sei jetzt erstmals nicht mehr auf Platz 1 der Zielländer, sagte er unserer Zeitung. Bisher verzerren aber Folgeanträge die Statistik für 2025.

Demnach kamen nach Daten der EU-Asylagentur EUAA bundesweit rund 163.000 Asylanträge zusammen, davon waren aber 54.800 sogenannte Folgeanträge – bei denen Antragsteller längst im Land sind, aber (nochmals) Asylanträge stellen, um in einem laufenden Verfahren zu bleiben – nach Rücknahme oder Ablehnung früherer Anträge. Oft, so heißt es in Sicherheitskreisen, sei das auch durch Nichtregierungsorganisationen und Unterstützerkreise initiiert. Die Zahl neuer Asylanträge liegt demnach bei gut 107.000. Nimmt man die Zahl der Erstanträge, landet Deutschland also hinter Spanien (141.000), Italien (126.000) und Frankreich (122.000).

„Deutschland ist bei Asylerstanträgen im EU-Vergleich nur noch auf Platz vier“, sagte Dobrindt. Das sei „ein Riesenerfolg: In den Jahren zuvor war Deutschland stets Spitzenreiter bei neuen Asylbewerbern. Das zeigt: Die Asylwende wirkt.“ Diesen Kurs werde die Regierung „konsequent weitergehen“.CD

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