Selenskyj: Pipeline Druschba noch länger zu
Kiew – Bis zur Wiederinbetriebnahme der umstrittenen Druschba-Pipeline durch die Ukraine könnte es nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj noch Wochen dauern. „Nach aktuellen Informationen kann diese Pipeline in einem bis eineinhalb Monaten wieder in Betrieb genommen werden“, sagte der Staatschef am Donnerstag. Zugleich ließ Selenskyj durchblicken, dass es ihm lieber wäre, wenn die Leitung nicht repariert würde. Die Pipeline transportiert russisches Öl nach Ungarn und in die Slowakei.
Russische Flieger nahe Alaska entdeckt
Washington – Die USA und Kanada haben nach Angaben des Nordamerikanischen Luftverteidigungskommandos (Norad) am Mittwoch zwei russische Militärflugzeuge in der Nähe des US-Bundesstaates Alaska entdeckt. Zwölf Flugzeuge, darunter F-35- und F-22-Kampfjets, seien eingesetzt worden, um die beiden russischen Militärflugzeuge vom Typ TU-142 zu identifizieren, zu beobachten und aus dem Gebiet zu begleiten, erklärte das für die USA und Kanada zuständige Luftverteidigungskommando am Donnerstag.
Iran-Krieg: US-Senat stützt Trump
Washington – Im Konflikt um die Entscheidungshoheit über das Vorgehen im Iran-Krieg hat der US-Senat Präsident Donald Trump den Rücken gestärkt. Bei einer Abstimmung gab es nicht genug Stimmen für einen mehrheitlich von Demokraten unterstützten Antrag, der dem Kongress ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt hätte, wie der Senat mitteilte. Die Abstimmung ging 53 zu 47 aus.
Moskau und Kiew tauschen Gefangene aus
Moskau/Kiew – Russland und die Ukraine tauschen nach Angaben Moskaus am Donnerstag und Freitag insgesamt 1000 Kriegsgefangene aus – jeweils 200 Gefangene wurden demnach bereits getauscht. Der Austausch sei Teil von Vereinbarungen, die bei den trilateralen Gesprächen zwischen Russland, der Ukraine und den USA in Genf getroffen worden seien, erklärte der russische Verhandlungsführer Wladimir Medinski. Demnach werden „500 gegen 500“ Gefangene ausgetauscht.
Steinmeier verschiebt Südostasien-Reise
Berlin – Der Iran-Krieg bringt auch die Reisepläne von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier durcheinander. Er verschob jetzt kurzfristig eine mehrtägige Reise nach Indonesien und auf die Philippinen, die am Sonntag beginnen sollte. Ausschlaggebend war nach Angaben seiner Sprecherin, dass die Flugroute über den Nahen Osten derzeit nicht sicher ist und nicht genommen werden kann. Teilweise ist der Luftraum noch gesperrt, er kann auch jederzeit wieder geschlossen werden.