München – Bayerns SPD-Chefin Ronja Endres hat bei den Kommunalwahlen eine Blamage erlebt: Die 40-Jährige scheiterte sowohl mit ihrer Kandidatur für den Stadtrat Penzberg als auch für den Kreistag Weilheim-Schongau. Besonders bitter fiel das Ergebnis in Penzberg aus, wo Endres auf Platz 2 der Liste antrat, aber bis auf Platz 9 durchgereicht wurde. In der 17.000-Einwohner-Stadt ist die SPD traditionell noch recht stark, kam auch diesmal auf 22 Prozent. Endres aber holte mit 1874 Stimmen nicht einmal halb so viele wie die beste örtliche SPD-Politikerin. Als Nachrückerin für den Stadtrat ist sie quasi aussichtslos.
Ronja Endres führt die Bayern-SPD seit April 2021, aktuell gemeinsam mit dem Münchner Bundestagsabgeordneten Sebastian Roloff. Mit ihren Kandidaturen aber hat sie generell wenig Glück. Vor der Landtagswahl 2023 hatte sie parteiintern Interesse für eine Direktkandidatur in der Oberpfalz erklärt, vorzugsweise an ihrem Wohnort Regensburg. Nach massivem parteiinternen Widerstand gab sie allerdings vor der Abstimmung auf – und zog nach Penzberg.MIK