Wadephul lässt Touristen mitfliegen
Doha/Riad – Außenminister Johann Wadephul nutzt seinen Krisenbesuch in Katar, um Touristen eine Heimreise zu ermöglichen. Unter den deutschen Staatsangehörigen, die in der Militärmaschine der Bundeswehr vom Typ A400M mit Wadephul nach Riad reisen, sind drei Familien mit Kindern. Sie waren wegen des Iran-Kriegs in der Region gestrandet. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, insgesamt werde eine niedrige zweistellige Zahl von Deutschen mit der Delegation des Außenministers in die saudische Hauptstadt fliegen. An Bord waren zehn Touristen und ein Bundeswehrangehöriger, der sich dienstlich in der Region aufhielt. Von Riad aus reist die Gruppe mit einem Sonderflug weiter nach Deutschland.
Botschaftspersonal aus Erbil abgezogen
Erbil – Deutschland zieht wegen des Iran-Kriegs nach dem Personal der deutschen Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad auch die Mitarbeiter des Generalkonsulats in Erbil ab. Das Personal sei temporär aus dem Irak verlegt worden, hieß es am Rande des Besuchs von Außenminister Johann Wadephul (CDU) in der saudischen Hauptstadt Riad aus dem Auswärtigen Amt.
Falsche Daten sorgten für verheerenden Angriff
Washington – Für den Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit mehr als 170 Toten sind wohl US-Streitkräfte verantwortlich. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen der eingeleiteten Untersuchung hervor, wie die „New York Times“ und der CNN berichten. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.
Spanien beruft Botschafterin ab
Madrid – Spanien hat angesichts der angespannten Beziehungen zu Israel seine Botschafterin in Tel Aviv, Ana Salomón, abberufen. Die Diplomatin war schon im September zu Konsultationen nach Madrid zurückgerufen worden, nachdem Israels Außenminister Gideon Saar Spanien eine antiisraelische und antisemitische Kampagne vorgeworfen hatte. Spanien ist seit Jahren einer der schärfsten EU-Kritiker der Regierung von Benjamin Netanjahu. Madrid hat Palästina als Staat anerkannt, Regierungschef Pedro Sánchez warf Israel einen Völkermord in Gaza vor.
Keine Ermittlungen gegen Palmer
Tübingen – Er hatte zwar an seinem als „Dienstwagen“ genutzten E-Bike kein gültiges Kennzeichen, aber kommt glimpflich davon: Die Staatsanwaltschaft will keine Ermittlungen gegen Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (parteilos) einleiten. Nun droht Palmer höchstens noch die Feststellung einer Ordnungswidrigkeit und ein Bußgeld.