Karlsruhe – Rechte Propaganda und Verdacht auf Volksverhetzung – in mehreren deutschen Bundesländern sowie in Polen und Spanien hat es Razzien gegen den rechtsextremen Verlag „Der Schelm“ gegeben. Dieser soll unter anderem Publikationen mit antisemitischen und volksverhetzenden Inhalten vertreiben. Darunter seien auch Schriften, in denen der Holocaust geleugnet wird, berichteten die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das LKA.
Gegen acht Beschuldigte wird ermittelt, insbesondere wegen des Verdachts der – gemeinschaftlich begangenen – Volksverhetzung in mindestens 488 Fällen. Im Fokus der Behörden stehe dabei ein 61-Jähriger, der derzeit in Russland vermutet wird. Festgenommen wurde niemand. Der Verlag lehnte auf Anfrage eine Stellungnahme ab. Polizeieinsätze gab es den Angaben zufolge in Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen, Bayern und NRW.