Warum uns dieser Plan Sorgen machen sollte

von Redaktion

Chinas Fünf-Jahres-Plan

Es war unheimlich – und beeindruckend zugleich. Wer das diesjährige Neujahrsfest in Peking mitverfolgt hat, sah humanoide Roboter tanzen, Rückwärtssalti schlagen, Pirouetten drehen und Kung-Fu kämpfen. Die Botschaft ist klar: China will Technologie-Supermacht werden. Und mit seinem neuen Fünfjahresplan liefert es nun auch den politischen Fahrplan dafür.

Es ist eine 141-seitige Kampfansage an den Westen. Die Volksrepublik investiert massiv in Forschung, Chips, Künstliche Intelligenz, Robotik und Raumfahrt. Bereits 2025 hat Peking mehr als 500 Milliarden Dollar in Forschung investiert, nun sollen die Ausgaben um mehr als sieben Prozent steigen – jährlich.

Bemerkenswert an diesem Plan ist vor allem: China denkt längst über Mikrochips hinaus. Die USA versuchen seit Jahren, Pekings Zugang zu fortgeschrittener Halbleitertechnologie zu beschränken – etwa Hochleistungsmaschinen aus den Niederlanden. Doch China setzt inzwischen breiter an. Es geht nicht mehr nur darum, bei Mikrochips aufzuholen. Sondern um riesige Rechenzentren, eigene KI-Modelle, Satellitensysteme. Peking will kein einzelnes Produkt beherrschen, sondern ein ganzes Technologie-Ökosystem schaffen – eines, das auch ohne den Westen funktioniert.

Peking investiert zudem massiv in die Militarisierung des Alls – und entwickelt Raketen, die gegnerische Satelliten zerstören können. In China hat man verstanden, dass Forschung und Technologie nicht nur Wirtschaftsthemen sind – sondern über Macht und Kriege entscheiden können.

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