Teheran/Washington – Irans neuer oberster Führer, Mojtaba Chamenei, ist nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verletzt. Die USA wüssten, dass er „verwundet und wahrscheinlich entstellt“ sei, sagte Hegseth am Freitag. Wie es dazu gekommen sei, führte er nicht aus. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuvor gesagt, der 56-jährige Religionsführer könne „sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen“. Chamenei junior soll bei einem israelischen Angriff im Iran verletzt worden sein.
Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran am Sonntag hat sich Mojtaba Chamenei nicht öffentlich gezeigt. Die USA setzten am Freitag ein Kopfgeld auf ihn aus. Das US-Außenministerium teilte mit, es würden zehn Millionen Dollar für Hinweise über den Aufenthaltsort Chameneis oder anderer hochrangiger Verantwortlicher gezahlt. Im Iran selbst sorgt die Abwesenheit des neuen Führers für Unbehagen. Aus Führungskreisen ist zu hören, dass die Ernennung eines womöglich schwer verletzten Führers, der nicht in Erscheinung tritt, auf Kritik stößt. Im Falle neuer Proteste der Bevölkerung warnten Irans Revolutionsgarden mit einer „schärferen“ Reaktion als bei der Protestwelle im Januar, bei der Tausende getötet worden waren.
US-Präsident Donald Trump hält es derweil für möglich, dass der russische Präsident Wladimir Putin dem Iran im Krieg hilft. Er sagte zu Fox News: „Ich glaube, er hilft ihnen vielleicht ein bisschen, ja.“ Putin wiederum denke wohl, dass die USA der Ukraine helfen würden, was sie auch täten, fuhr Trump fort. „Sie tun es. Und wir tun es.“