Sparkurs: Dobrindt streicht Asyl-Förderung

von Redaktion

Berlin – Das Bundesinnenministerium von Alexander Dobrindt (CSU) will nach Angaben betroffener Wohlfahrtsverbände die Förderung der unabhängigen Asylverfahrensberatung ab kommendem Jahr streichen. Die Anbieter wurden vom Ministerium informiert, dass es die Asylberatungen für Schutzsuchende ab 2027 nicht mehr finanzieren will, wie zwei der Träger, Caritasverband und Diakonie, am Sonntag bestätigten.

„Wir halten diese Entscheidung für eine kurzsichtige Fehlentscheidung“, sagte der für Migration zuständige Caritas-Vorstand Oliver Müller. „Die praktische Erfahrung unserer Beratungsstellen zeigt: Durch frühzeitige, qualifizierte Beratung der Asylsuchenden sind die Asylverfahren schneller und effizienter.“ Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge werde spürbar entlastet. „Nicht erfolgversprechende Klagen werden seltener erhoben.“

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