Köln – Angesichts der eskalierenden Gewalt im Libanon hat der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki ein Ende der Angriffe gefordert und zu politischen Verhandlungen aufgerufen. „Die Gewaltspirale im Libanon dreht sich immer weiter – und die Leidtragenden sind unschuldige Menschen“, erklärte Woelki am Donnerstag. Niemand dürfe gezwungen sein, zwischen Flucht und Lebensgefahr zu wählen. Nur durch Verhandlungen könne die Grenze zwischen Israel und dem Libanon gesichert und Leid verhindert werden.
Das Erzbistum Köln stellt nach eigenen Angaben 110.000 Euro für Nothilfe bereit und ruft zu Spenden zugunsten von Caritas international auf. Die Mittel sollen vor allem für Lebensmittelpakete und Gutscheinsysteme zur Versorgung betroffener Familien eingesetzt werden. Kirchliche Partner leisteten bereits Hilfe vor Ort, der Bedarf bleibe jedoch hoch.