Premierminister Rob Jetten führt die Koalition. © Thys/AFP
Amsterdam – Das rot-grüne Bündnis ist bei den Kommunalwahlen in den Niederlanden trotz leichter Verluste mit gut 14 Prozent die stärkste Kraft geworden. In den Großstädten Amsterdam, Rotterdam und Utrecht siegte das linke Bündnis von Grünen und Sozialdemokraten, wie aus den vorläufigen Endergebnissen hervorgeht. In den Kommunen setzte sich den Ergebnissen zufolge der Vormarsch rechtspopulistischer und extrem-rechter Parteien fort. Das extrem rechte Forum für Demokratie trat nur in weniger als einem Drittel der Kommunen an, doch legte fast überall deutlich zu. Viele etablierte Parteien hatten zuvor eine Zusammenarbeit mit der Partei ausgeschlossen, da diese auch Kandidaten mit einem rechtsextremistischen Hintergrund aufgestellt hatte. In Den Haag wurde die rechtspopulistische Partei Herz für Den Haag stärkste Kraft.
Damit setzt sich der Trend der Parlamentswahl vom Oktober 2025 fort. Damals hatte die linksliberale D66 zwar knapp gewonnen. Doch fast ein Drittel der Mandate ging an extrem rechte oder rechtspopulistische Parteien. Die Parteien der Den Haager Regierungskoalition konnten sich den Angaben zufolge auch in Städten und Gemeinden behaupten. Links- und Rechtsliberale sowie Christdemokraten bilden eine Minderheitsregierung.