Trumps Zeitplan: Raus oder in den Abgrund?

von Redaktion

US-Ultimatum gegen den Iran

Iran wurde von der Landkarte gefegt. Und die unglaublichen Erfolge der US-Angriffe liegen weit vor dem Zeitplan. Die Jubelmeldungen von Donald Trump werden immer trotziger – und liegen immer offensichtlicher weit von der Realität entfernt. Den wohl deutlichsten Beweis, dass der Angriff auf den Iran längst zum unkontrollierbaren Desaster geworden ist, liefert – wer sonst – Trump: Weil die Spritpreise auch in den USA immer dramatischer steigen, lockern die USA die Öl-Sanktionen gegen den Iran. Absurder geht es nicht mehr: Das wirksamste Mittel der friedlichen Diplomatie wird im selben Moment aufgegeben, in dem die USA die totale Eskalation mit noch mehr Raketen und Bomben ankündigen.

Es ist zu hoffen, dass Trumps imaginärer Zeitplan bedeutet, dass er den bei seinen Anhängern unpopulären Krieg einfach für siegreich beendet erklärt. Das andere Szenario wäre: Die USA lassen sich immer tiefer in einen asymetrischen Krieg ziehen, der die Weltwirtschaft in eine verheerende Krise stürzt. Die Verminung der Straße von Hormus und Attacken auf Öltanker, aber auch Terroranschläge kann keine noch so hochgerüstete Hightech-Armee verhindern. Wenn das US-Militär die iranische Öl-Insel Charg sowie das iranische Ufer zur Straße von Hormus besetzen will, wäre dies der erste Schritt hin zum Einsatz von US-Bodentruppen. Der erste Schritt zu Trumps Vietnam.KLAUS.RIMPEL@OVB.NET

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