Berlin – Die Bundesregierung will nicht mit dem Vertreter der Taliban zusammenarbeiten, der laut ARD zum Leiter der afghanischen Botschaft in Berlin ernannt worden ist. „Dem Auswärtigen Amt wurden keine personellen Änderungen notifiziert“, sagte ein Sprecher. Man werde den „De-facto-Behörden“ in Afghanistan mitteilen, dass „die Rechtslage so bleiben wird, wie sie sich derzeit darstellt“. In Berlin amtiert ein offizieller afghanischer Geschäftsträger, der noch vor der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban 2021 eingesetzt worden war. Der Bundesregierung sei es aber ein „großes Anliegen“, „dass es einen regulären Konsular-, Visums- und Passverkehr mit Afghanistan gibt“, sagte der Sprecher.