Aigner: Überall mehr anstrengen

von Redaktion

CSU setzt Wahl-Aussprache fort – Strategie-Klausur geplant

München – Nach den verlorenen Stichwahlen vom Sonntagabend versucht die CSU-Führung, den Ärger vor allem an der Basis etwas einzudämmen. „Wir gewinnen gemeinsam, wir verlieren gemeinsam“, betonte Ilse Aigner, die Chefin der CSU Oberbayern, laut Teilnehmern in einer Debatte der Landtagsfraktion. Man müsse auf allen Ebenen prüfen, was man besser machen könne.

An der Basis und unter den Abgeordneten gibt es seit Montag Unmut, weil Parteichef Markus Söder die Ursache der Niederlagen bei den lokalen Kandidaten verortet hatte. Später betonte er in einem Video die gemeinsame Verantwortung und hob hervor, dass auch künftig die Parteizentrale in München nicht über lokale Kandidaturen entscheiden wolle.

Am Dienstag hatte das zu einer zweistündigen Debatte in der Fraktion geführt, in der viel Ärger über das Verhalten der Freien Wähler vor Ort, aber auch Kritik an Söder laut wurde („weniger Döner, mehr Landesvater“). Durch die erste Wahlanalyse sei die „Basis brüskiert worden“, sagte ein Abgeordneter. Am Mittwoch schloss sich erneut eine gut zweistündige Aussprache an, im Ton sachlich. Fraktionschef Klaus Holetschek stellte sich hinter Söder. Er kündigte an, die September-Fraktionsklausur in Kloster Banz zu einer gründlichen Strategiedebatte mit Blick auf 2028 zu nutzen. Holetschek forderte die 84 Kollegen zudem auf, weniger Informationen aus der Sitzung nach draußen zu tragen, berichten Teilnehmer.CD

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