Ganze sechs Millionen Euro müssen Google und Meta einer US-Klägerin zahlen, weil sie von ihren Online-Diensten süchtig geworden ist. Für die milliardenschweren Tech-Giganten sind das nur Peanuts – und trotzdem gehen sie gegen das Urteil in Berufung. Denn eine Auszahlung würde einem Schuldeingeständnis gleichkommen.
Gerade junge Menschen leiden unter den gezielt süchtig machenden Algorithmen – allein in Deutschland hat jedes fünfte Kind ein riskantes Nutzungsverhalten. Dass sich auch Meta dieser Gefahren ganz genau bewusst ist, enthüllte 2021 eine US-Whistleblowerin. Passiert ist seither: nichts. Stattdessen verschweigt der Konzern Studienergebnisse, die klar beweisen, dass seine Dienste zu Angst, Depressionen und Abhängigkeit führen können. Das endlose Scrollen junger Menschen hat nichts mit ermöglichter Meinungsfreiheit, sondern mit Profitgier zu tun. Große Konsequenzen der US-Regierung mussten die Konzerne aber nicht fürchten, solange sie brav US-Präsident Trumps neuen Ballsaal sponsern. Allein deswegen ist das Urteil wichtig, denn auch Tech-Giganten bewegen sich nicht im rechtsfreien Raum.