Der neue Bischof von Münster: Heiner Wilmer. © Pohl/epd
Münster – Es ist die erste wegweisende Personalentscheidung von Papst Leo XIV. für die katholische Kirche in Deutschland: Der Papst hat bei der Wahl von Heiner Wilmer zum neuen Bischof von Münster mitgemischt. Der 64-jährige Wilmer wird nun auf einen Schlag der bedeutendste Kirchenmann in Deutschland: Er ist erst seit Februar Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz und leitet künftig das von der Mitgliederzahl her größte deutsche Bistum.
Der Münsteraner Domprobst Hans-Werner Köppen dankte Papst Leo bei der Präsentation des neuen Bischofs ausdrücklich für die Möglichkeit, Bischof Wilmer wählen zu können. Das bedeutet, dass Leo selbst Wilmer auf die Liste der drei Kandidaten gesetzt hat, aus denen das Münsteraner Domkapitel den neuen Bischof am Ende wählen durfte.
Wilmer hielt im voll besetzten Dom drei Monate vor seiner für Ende Juni geplanten offiziellen Einführung eine wegweisende Ansprache zu seinem Selbstverständnis als neuer Münsteraner Bischof. „Heute ist für mich auch ein Tag mit einer gewissen inneren Schwere. Hildesheim liegt mir am Herzen. Die Menschen im östlichen Teil Niedersachsens sind mir nahe und vertraut geworden.“ Es falle ihm nicht leicht, „all die mir liebgewordenen Menschen zurückzulassen“.
Er ging auch auf das Thema Missbrauch ein: „Viele Verantwortungsträger haben viel zu lange weggeschaut. Das alles darf es nie wieder geben, und ich werde mich mit aller mir zur Verfügung stehenden Kraft dafür einsetzen, dass unsere Kirche ein sicherer Raum ist.“