Düsseldorf/Berlin – Der nordrhein-westfälische FDP-Chef Henning Höne will für den Bundesvorsitz kandidieren und fordert damit Parteichef Christian Dürr heraus. Die Partei habe Wahlen und Vertrauen verloren, sagte der 39-jährige Vize-Bundeschef. Nach dem Bruch der Ampel in Berlin habe die FDP ein Jahr vertan, um ein neues und modernes Angebot zu etablieren. „Schaffen wir einen personellen Neuanfang.“ In der „FAZ“ erklärte Höne, dass er allein für den Bundesvorsitz antreten wolle. Die EU-Abgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die sich zunächst für eine Führungsrolle in einer Doppelspitze bereit erklärt hatte, zog zurück und erklärte, Höne habe ihre „volle Unterstützung“. In der FDP ist seit den jüngsten Wahlschlappen eine Führungsdebatte entbrannt. Der Bundesvorstand wird beim Parteitag Ende Mai geschlossen zurücktreten, Noch-Parteichef Dürr will aber wieder kandidieren. „Wer glaubt, ein Wechsel bei Person oder Ton reiche aus, der hat die Lage nicht verstanden“, sagte Höne. „Unser Fundament ist in Gefahr. Die FDP wird aktuell nicht vermisst.“