Snapchat: EU will Kinder besser schützen

von Redaktion

Brüssel – Um Kinder und Jugendliche im Netz zu schützen, nimmt die EU-Kommission mehrere Plattformen ins Visier. Die Behörde hat den Verdacht, dass Snapchat besonders junge Kinder nicht ausreichend an der Nutzung hindert, und leitet ein Verfahren gegen das US-Unternehmen ein. In der Multimedia-Messaging-App seien sie unter anderem unangemessenen Kontaktversuchen durch Erwachsene (Cybergrooming) und Werbung für Alkohol und Drogen ausgesetzt.

Bei vier Pornoseiten ist die Kommission bereits einen Schritt weiter: Pornhub, Stripchat, XNXX und XVideos verstoßen nach vorläufiger Einschätzung gegen EU-Recht. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen ihnen Geldstrafen von bis zu sechs Prozent des jährlichen Konzernumsatzes. Bei Snapchat beginnt die genaue Prüfung dagegen nun erst. Die Nutzungsbedingungen schreiben vor, dass man mindestens 13 Jahre alt sein muss. Die EU vermutet aber, dass die Schutzmaßnahmen nicht ausreichen.

Artikel 6 von 11