Durchsuchung bei dauerkranker Lehrerin

von Redaktion

Düsseldorf – Ermittler haben im Ruhrgebiet die Wohnung einer Lehrerin durchsucht, die 16 Jahre lang krankgeschrieben war und ihre Dienstunfähigkeit vorgetäuscht haben soll. Man habe „beweiserhebliche Unterlagen und elektronische Datenträger sichergestellt“, teilte die Staatsanwaltschaft Duisburg mit. Gegen die Frau werde wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges ermittelt. Der Fall der Lehrerin, die an einem Berufskolleg in Wesel tätig war, hatte 2025 auch die Landespolitik beschäftigt. Sie hatte sich seit 2009 immer wieder krankschreiben lassen, ohne dass das Land eine amtsärztliche Untersuchung einforderte.

Bei der Prüfung des Falls hätten sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Frau bewusst falsche Angaben gemacht habe. Während sie vorgegeben habe, dienstunfähig zu sein, habe sie als Heilpraktikerin gearbeitet und auch an einem Gründungswettbewerb teilgenommen, schrieben die Ermittler. Weil sie dadurch zu Unrecht ihre Dienstbezüge als Lehrerin erhalten habe, könnte das ein gewerbsmäßiger Betrug sein.

Artikel 10 von 11