IN KÜRZE

von Redaktion

Syrischer Präsident kommt nach Berlin

Berlin – Der syrische Präsident Ahmed al-Scharaa wird am Montag von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin empfangen. Zu den Gesprächsthemen sollen der Nahostkrieg in der Region, die Rückführung syrischer Flüchtlinge und der Wiederaufbau des Landes zählen, wie Regierungssprecher Stefan Kornelius am Freitag sagte. Die Menschenrechtslage in Syrien werde in den Gesprächen eine Rolle spielen. Den Vorwürfen, al-Scharaa sei an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen, schließt sich die Bundesregierung nicht an.

Nato- und EU-Mitarbeiter von Peking ausspioniert

Brüssel – Chinesische Geheimdienste haben laut Sicherheitskreisen über gefälschte Profile im Online-Karrierenetzwerk Linkedin versucht, sensible Informationen über die EU und die Nato herauszufinden. Bei der vom chinesischen Ministerium für Staatssicherheit organisierten Aktion seien gezielt Mitarbeiter von Nato und EU angesprochen worden. So seien „zahlreiche wichtige Informationen und Erkenntnisse nach China gelangt“, erklärte die belgische Justizministerin Annelies Verlinden. Menschen aus Frankreich, Belgien, Großbritannien, den Niederlanden und Italien wurden von den chinesischen Spionen angeworben.

Siedlergewalt eskaliert im Westjordanland

Jerusalem/Ramallah – Ein Toter, 14 Verletzte und fünf neue israelische Siedlungsaußenposten in den besetzten palästinensischen Gebieten: Das ist laut örtlichen Berichten das Ergebnis der jüngsten Welle von Gewalt radikaler jüdischer Siedler gegen Palästinenser. Demnach verübten Siedler am Donnerstag an drei verschiedenen Orten Angriffe.

Erste Proteste gegen Chiles Präsident Kast

Santiago – Seit gut zwei Wochen ist Chiles Präsident Jose Antonio Kast im Amt, nun gab es in der Hauptstadt Santiago erstmals Proteste gegen den konservativen Politiker. Wie die Zeitung „La Tercera“ berichtet, hatten zwei Studentenorganisationen zu einer Demonstration aufgerufen. Dabei versammelten sich rund 3500 Menschen, es gab 14 Festnahmen. Die Studenten protestierten gegen die Kürzungen im Sozialbereich sowie den deutlichen Anstieg der Benzinpreise.

Ex-Rapper wird Nepals neuer Regierungschef

Kathmandu – Rund drei Wochen nach seinem Wahlsieg ist in Nepal der Ex-Rapper Balendra Shah am Freitag als Ministerpräsident vereidigt worden. Zahlreiche Menschen jubelten in der Hauptstadt Kathmandu dem ganz in Schwarz gekleidetem 35-Jährigen zu, der bei der Zeremonie seine charakteristische Sonnenbrille trug. In einem am Vortag veröffentlichten Rap-Lied hatte Shah erklärt: „Möge mir der Atem nicht ausgehen.“ Shahs Mitte-Partei hatte 182 der 275 Sitze im Repräsentantenhaus gewonnen.

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