Während die ökonomischen Folgen des Iran-Kriegs – vom Spritpreis bis hin zu den Börsenkursen – immer deutlicher werden, wächst der Druck auf Donald Trump, möglichst schnell einen Frieden zu schließen. Er selbst fabuliert gerne davon, dass er einen „Deal“ mit dem Rest-Regime in Teheran will – nur um dann am nächsten Tag zu lamentieren, dass man militärisch noch nicht so weit sei. Stunden später kann man dann von ihm hören: Er habe fast alles zerstören lassen, was es zu zerstören gibt.
Dieser bunte Strauß an oft widersprüchlichen Ansichten zeigt vor allem eines: Der US-Präsident scheint der enormen Herausforderung, zusammen mit Israel den wichtigsten Krieg der letzten Jahrzehnte zu managen, nicht gewachsen zu sein. Und er dürfte auch wesentliche Ziele aus den Augen verloren haben.
Die große Gefahr ist nun ein schneller Waffenstillstand mit den Restbeständen einer mörderischen Diktatur, bei dem – wie schon beim heiß gestrickten „Gaza“-Friedensdeal – gefährliche Zugeständnisse gemacht werden. Doch der Iran muss gezwungen werden, überprüfbare Bedingungen zu akzeptieren, die die nukleare Bedrohung beseitigen, die Straße von Hormus öffnen und die regionalen Aggressionen Teherans ausschalten. Das ist das Minimum für den Fall, dass das iranische Volk keinen Regimewechsel durchsetzt.