München – Die bayerischen Waffenbehörden haben im vergangenen Jahr 33 Extremisten den Zugang zu Schusswaffen entzogen. Wie Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bei der Bilanz für das Jahr 2025 mitteilte, wurden zudem 46 Waffenbesitzverbote verhängt. Ziel sei es, den Zugang zu Waffen für Verfassungsfeinde mit aller Konsequenz zu unterbinden. Von den 33 Entwaffnungen entfielen 16 auf den förmlichen Widerruf waffenrechtlicher Erlaubnisse durch Landratsämter und kreisfreie Städte. In 17 weiteren Fällen gaben die Betroffenen ihre Waffen und Dokumente freiwillig ab, um einem Entzug zuvorzukommen. 16 Personen waren der „Reichsbürger“-Szene zuzurechnen, sechs stammten aus der rechtsextremistischen Szene, vier aus dem Rocker-Milieu. Herrmann sprach von einem „konsequenten Vorgehen“ der Behörden. In 52 weiteren Fällen werde derzeit geprüft, ob ein Waffenentzugsverfahren eingeleitet wird.